Nachbericht zur DHd2026, zu den Arbeitsgruppen des DHd-Verbands und zum DHd-Mentoringprogramm#
Auch für die diesjährige DHd-Konferenz in Wien schrieb der DHd-Verband, in Zusammenarbeit mit CLARIAH-AT und den Konsortien NFDI4Culture und NFDI4Memory, wieder Early Career Reisestipendien aus. Teil des Stipendienprogrammes ist ein Konferenzbegleitungsbeitrag, in dem die Stipendiat*innen von ihren Erfahrungen auf der Tagung berichten. Ich freue mich sehr, dass auch ich eines dieser Stipendien zugesprochen bekommen habe und demnach hier meinen Konferenzbegleitungsbeitrag in Form eines JupyterBooks präsentieren darf. Herzlich bedanken möchte ich mich insbesondere bei NFDI4Memory, die mein Stipendium finanziert haben.
Kurze Vorstellung#
Ich heiße Nina Brolich und bin seit April 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Digital Humanities - Hybride Bildungs- und Kommunikationsräume (Prof. Dr. Anna Neovesky), sowohl an der Fachhochschule als auch an der Universität Erfurt. Besonders interessiere ich mich neben Digitalen Editionen für die Anwendung von Machine Learning in den Geisteswissenschaften und computerlinguistische Fragestellungen. Aktuell arbeiten wir im Rahmen des Projekts “Sentimentanalyse zwischen Erkenntnisgewinn und Verfälschung? Eine Fallstudie zu Selbstzeugnissen zum Holocaust und seiner Nachgeschichte” in Zusammenarbeit mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden zum Einsatz von ML-Methoden im Kontext von Selbstzeugnissen zum Holocaust. Als Early-Career-DH-Wissenschaftlerin stehe ich nun vor der Aufgabe, mich innerhalb der Disziplin wissenschaftlich zu verorten und mir ein eigenständiges Forschungsfeld zu erschließen. Die Tagung bietet für mich einen idealen Rahmen, um meine Interessen im Austausch mit der DH-Community weiter zu konkretisieren und auch zu erwägen, in welcher Fachgruppe des DHd-Verbands ich mich einbringen kann.
Warum das Ganze nun als JupyterBook und nicht etwa als Blogbeitrag o.ä.?#
Diese Konferenzbegleitung wird bewusst als JupyterBook umgesetzt. Ziel ist es, Inhalte strukturiert und nachvollziehbar aufzubereiten. Ein JupyterBook ermöglicht die klare Gliederung komplexer Themen in logisch aufeinander aufbauende Kapitel und Unterabschnitte und verbindet dabei Text, Abbildungen, Daten und – wo sinnvoll – ausführbaren Code in einer gemeinsamen Umgebung. Zugleich ist die Anwendung vergleichsweise niedrigschwellig und gut dokumentiert. Als etabliertes Format in der wissenschaftlichen Praxis, vor allem im Bereich von Open Educational Resources (OER), steht es für Transparenz, Nachnutzbarkeit und Offenheit. Gerade deshalb bietet es sich an, auch ein Konferenzformat in dieser Form zu erproben und damit wissenschaftliche Kommunikation nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell offen zu gestalten.
Aufbau#
Das JupyterBook ist thematisch in drei Hauptteile gegliedert.
Der erste Teil, „Bericht zur Tagung“, bündelt Beiträge zu einzelnen thematischen Schwerpunkten wie Machine Learning und digitalen Editionen, gibt aber auch Einblick in andere Vorträge, die ich besucht habe.
Der zweite Teil widmet sich dem Mentoring-Programm und kombiniert eine allgemeine Programmbeschreibung mit einer persönlichen Reflexion meiner Teilnahme am Programm.
Der dritte Teil richtet den Blick auf die Arbeitsgruppen des DHd-Verbandes.
Stand: März 2026